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Gerold Weber Solartechnik

Gerold Weber Solartechnik baut 100%-Solarhaus

Das Solarhaus vereint moderne Architektur, zukunftsweisendes ökologisches Heizen ohne Netz und doppelten Boden, technische Neuheiten und naturnahe Details 

Achern-Mösbach, 13. September 2005. 100 Prozent solar! Keine Holzheizung, keine Wärmepumpe, kein Elektrostab zur Nachheizung, von Öl, Gas oder strombetriebener Nachheizung ganz zu schweigen: Das ist das Heizkonzept des 100%-Solarhauses, das derzeit in Kappelrodeck im badischen Landkreis Ortenau entsteht. "In einer beispielhaften Weise soll das Solarhaus zeigen, was mit Sonnenenergie alles möglich ist", sagt Gerold Weber vom Heizungs- und Solarfachbetrieb Gerold Weber Solartechnik in Achern-Mösbach. Weber hat das Konzept entwickelt, umgesetzt wird es mit örtlichen Kooperationspartnern. Weder Gerold Weber, noch dem Fraunhofer Institut in Freiburg sind andere solar beheizte Gebäude in Deutschland bekannt, die keinerlei zusätzliche Heizmöglichkeit haben, und sei es auch nur für den Fall, dass die Solarheizung doch einmal nicht ausreichen sollte.

Vom Großspeicher bis zum geölten Holzfußboden

Unbeschwertes Heizen, Klima schonend und unabhängig von steigenden Öl- und Gaspreisen, ein Großspeicher als Herzstück des Hauses, Wände aus Schwarzwälder Weißtanne, Lehmputz mit Farbakzenten, Flächenheizungen für ein behagliches Wohnklima, ein Dach, auf dem heimische Flora gedeiht, Regenwassernutzung, um kostbares Trinkwasser zu sparen, ein geölter Holzfußboden und vieles mehr: Mit ihrem 100%-Solarhaus erfüllen sich die Bauherren Doris Hittler und Harald Schelske ihren Traum vom naturnahen und umweltschonenden Wohnen und Leben. Dabei kommen ausgefeilte Heiz- und Lüftungskonzepte, eigens hierfür entwickelte Komponenten und umsichtige Details zum Einsatz.

Die Heizung: Sonne und sonst gar nichts

Im Mittelpunkt des solaren Heizsystems stehen 104 Quadratmeter Sonnenkollektoren, die auf dem Süddach und am Terrassengeländer angebracht werden. Bei der Dachneigung haben Planer und Bauherren das im Bebauungsplan Mögliche ausgenutzt: 70° waren gewünscht, 35° erlaubt. Zur Speicherung der Solarwärme wird ein Jenni-Großspeicher installiert. Der Schweizer Solarpionier Josef Jenni stand seinen deutschen Partnern bei der Planung des 100%-Solarhauses beratend zur Seite, ebenso wie das Fraunhofer Institut in Freiburg. 42.000 Liter fasst der Stahltank, der voraussichtlich im Oktober eingesetzt wird. In ihm finden auch zwei Boiler für das Trink- und das Regenwasser Platz.

Der gedämmte Speicher ist acht Meter hoch und hat einen Durchmesser von 3,30 Meter. Er reicht vom Kellerboden bis zum Dach. Für die passive Sonnenenergienutzung hat das Solarhaus auf der Westseite eine 30 Quadratmeter große Fensterfront.

Wärmebrückenfreie Gebäudehülle

Eine wärmebrückenfreie Bauweise in Holztafelbauweise, eine Dämmung, die weit über das Übliche hinaus geht, Winddichtpapier sowie Fenster in Passivhaus-Standard sorgen für eine luftdichte Gebäudehülle. "Die Ritzen in dem Haus—einschließlich der Schlüssellöcher—dürfen insgesamt nicht größer sein als ein Fünfmarkstück", erläutert Gerold Weber die Voraussetzung, damit die Wärme nicht unerwünscht entweicht. Für die Holztafelbauweise hat das Planungsteam sich entschieden, da die massiven Holzwände aus Weißtanne eine besonders gute Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit garantieren. Die Wände sind mit einem 30 cm starken Dämmelement und einer 2 cm dicken Holzweichfaserplatte versehen. Zum Vergleich: Bei konventionell gebauten Häusern beträgt die Dämmstärke etwa 12 bis 16 cm. Bei den Fenstern greifen die Bauherren auf dreifach verglaste Fenster mit Vollholzrahmen zurück. Der U-Wert der außen überdämmten Fenster liegt unter 1,0 W/m²K.

Speziell entwickelte Lamellenfenster

Um die Überhitzung im Sommer zu reduzieren, entwickelt Gerold Weber Solartechnik derzeit gemeinsam mit einem Fensteranbieter spezielle Lamellenfenster. Die winddichten Sonderanfertigungen sollen an der Süd-/West- und Ostseite eingebaut werden. Über eine automatische Steuerung werden sie mit einem Motor je nach Temperatur geöffnet oder geschlossen. Für gute Luft sorgt weiterhin eine Lüftungsanlage mit kontrollierter Be- und Entlüftung und Wärmerückgewinnung. Hier fiel die Wahl auf Strom sparende Gleichstrom-Ventilatoren.

Zu dem Lüftungskonzept gehört auch ein Erdwärmetauscher, der die Luft im Sommer kühlt und im Winter vorwärmt. Eine Besonderheit in dem Haus wird auch die zentrale, frei programmierbare Steuerung sein. Mit dem ausgeklügelten System können die Bewohner alle Anlagen zentral steuern, vom Garagentor und der Verriegelung der Haustür über die Solaranlage bis hin zur Übertragung von Messdaten in das Internet.

Umweltfreundlich bis ins Detail

"Das Solarhaus sollte konsequent ökologisch und optisch ansprechend sein und einen hohen Wohnkomfort bieten", fassen Weber und Schelske die Zielsetzungen in der Planungsphase zusammen.

Was im Großen mit der 100%-Solarheizung und der Holztafelbauweise beginnt, setzt sich im Kleinen fort. Die Wände sind mit Lehm verputzt, wodurch das Raumklima verbessert wird. Die Kellertreppe, die sich im Außenbereich befinden wird, die Kellerdecke und die Terrasse sind aus Holz. Der Fußbodenaufbau ist aus Kalksplit und nicht aus Estrich. Der Holzfußboden ist geölt. Eine Regenwassernutzungsanlage wird die sanitären Anlagen, die Waschmaschine und den Garten versorgen.

Dachbegrünung und Solarstromerzeugung

Das Norddach des "Extremhauses", wie Weber es auch gern nennt, wird begrünt. Auf 135 qm Fläche werden hier Flachwurzler sprießen, die nur sehr wenig Pflege benötigen und auch extremen Wettereinflüssen standhalten. An den Dachüberständen zu beiden Giebelseiten des Nord- und Süddachs wird eine Solarstromanlage mit 3,9 Kilowattpeak (kWp) Spitzenleistung installiert. Durch die teilweise Nordausrichtung nehmen die Bewohner Leistungseinbußen von ungefähr einem Drittel in Kauf. Mit einem geschätzten Ertrag von 2.800 Kilowattstunden Strom im Jahr werden sie aber immer noch weit mehr umweltfreundlichen Strom produzieren, als im Haus verbraucht wird.

Baubeginn ist September, der Einzug ist für April kommenden Jahres geplant. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.GeroldWeberSolartechnik.de und  www.Solarhaus-Info.de.

Beteiligte Firmen:

  • Gerold Weber Solartechnik GmbH, Achern-Mösbach (Konzeption)
  • Zimmerei Armbruster, Haslach
  • Planungsbüro Schmider, Oberwolfach
  • Ökologo Rihm, Rheinstetten 
  • Jenni AG, Oberburg, Schweiz

Für Presse-Rückfragen:
Gerold Weber Solartechnik GmbH
Gerberstraße 11, 77855 Achern-Mösbach
Tel. 0 78 41 / 60 149 – 0, Fax: 0 78 41 / 60 149 – 48
www.GeroldWeberSolartechnik.de


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